Gruppenstunden

Unsere Gruppenstunden

Bereits 1974 gab es für die Jugendlichen am Hexenbruch die Möglichkeit in einem „Club“ zusammen zu kommen. Dieser traf sich damals noch im Schulpavillion.
Mit der Einweihung des Gemeindezentrums am 01.12.1974 allerdings, konnten sich die Jugendlichen nun in dem eigens eingerichteten „Clubraum“ treffen. Von da an ging es mit der Jugendarbeit stetig bergauf. Ende 1975 gab es schon drei Gruppen unterschiedlichen Alters. Im Oktober 1977 bestanden bereits neun Gruppen mit insgesamt 100 Kindern und Jugendlichen.
Nach dem Anschluss an die „Katholische junge Gemeinde“ (KjG) im „Bund der Deutschen Katholischen Jugend“ (BDKJ) im Jahr 1980 besteht die Jugend der KJG St. Norbert aus 17 Gruppen.
Und alle hielten Gruppenstunden ab.

Was macht man in einer Gruppenstunde?

Malbild GruppenstundeAm häufigsten wird wohl gespielt. Ob drinnen oder draußen oder beides, Spiele sind in den Gruppenstunden sehr angesagt. Ein paar dieser Spielhighlights sind hier aufgezählt. Für drinnen: Brettspiele, Ratespiele, Chaos-Spiel, Ja-Nein-Spiel, Verstecken im Dunkeln, Schrubber-Hockey, ... . Für draußen: Tausch-Spiel, Hexenbruch-Rallye, Sackhüpfen, Fußball, Wer hat Angst vorm schwarzen Mann, Brennball, Schneeballschlacht (bevorzugt die komplette Gruppe gegen den Gruppenleiter), ... . Die Liste ist fast unendlich fortzuführen und wird auch ständig ergänzt durch neue Spiele und eigene Ideen der Gruppenleiter.
Aber in einer Gruppenstunde kann auch ( mal mehr oder weniger ) gebastelt werden. Und dies geschieht meist zu den verschiedenen Jahreszeiten, zum Beispiel Weihnachtssterne, Schneekugeln, Faschingsmasken, Osternester, Muttertagskarten, ... . Auch für das alljährliche Zeltlager bereitet man sich in den Gruppenstunden besonders vor: die Gruppen gestalten etwas, das sie als Gruppe kennzeichnet, wie ein T-Shirt, eine Kette, eine Mütze oder ähnliches, und das wird dann auf Zeltlager getragen.

Wer seine Erfüllung nicht im Basteln findet, dann vielleicht beim Kochen. Denn auch die Küche des Jugendheims ist häufig in Gebrauch. Ob Schokoladen-Fondue, Waffeln, Plätzchen am Nachmittag oder Pizza und Co. am Abend, die Gruppe kann hier ihre ersten Kochversuche machen. Und der Stolz, wenn das Essen jedem schmeckt, überwiegt der Unlust zu Spülen.
Da ist Videoschauen schon mit weniger Arbeit verbunden. Mit dem KjG-eigenen Fernseher/DVD-Player und einer mitgebrachten DVD lässt sich so mancher verregnete Tag versüßen.
Aber auch das Erstellen einer Foto-(Love-)Story oder einer Gruppenzeitung ist dafür bestens geeignet. Die Kreativität und Phantasie der Gruppe ist keine Grenze gesetzt.

Genauso wenig beim Erarbeiten eines Gottesdienstes. Zusammen mit dem Pastoralreferenten kann man als Gruppe einen Jugendgottesdienst zu einem selbst gewählten Thema gestalten und feiern.
Wenn das Wetter es dann wieder zulässt, bleibt die Gruppe nicht mehr länger nur im Jugendheim, sonder macht auch viele Ausflüge. Da wird dann mal das Mainlandbad oder das Nautiland belagert, auf der Eisbahn holt man sich so manchen blauen Fleck, im Kino gibt es Riesenschlangen vor der Popcorn-Ausgabe und auf Kiliani machen 10 Mädels bzw. Jungs den Betreibern das Leben schwer, weil sie am liebsten alle zusammen auf einem Sitz sitzen würden... .

Malbild GruppenstundeAber nicht nur die Gruppe macht Ausflüge, nein auch die Gruppenleiter, wenn sie vor allem in der Weihnachtszeit, in verschiedene Rollen Schlüpfen dürfen. Nikoläuse, Weihnachtsmänner und sogar Weihnachtsengel kommen in die Gruppenstunde, verteilen Geschenke (manchmal auch Ermahnungen) und erfreuen so die Grüpplinge.

Zur Freude der Gruppe tragen auch viele weitere Gruppenaktionen zu den Gruppenstunden bei.
Die Gruppenübernachtung im Jugendheim zum Beispiel. Die Gruppe trifft sich an einem Freitag- oder Samstagabend, kocht und isst zusammen, quatscht, spielt, schaut DVD, macht eventuell noch eine Nachtwanderung und dann schläft man irgendwann ein. Am nächsten Morgen rundet ein gemeinsames Frühstück die Übernachtung ab.

Gruppenfahrten, meist an einem Wochenende, zum Auftakt oder Abschluss des Schuljahres sind ebenfalls ein beliebtes Highlight. Man fährt mit Bus, Bahn oder Auto ( ein herzliches Dankeschön hier an alle Eltern, die uns immer durch Hinbringen oder Abholen unterstützen!) in die nähere Umgebung, um dort das Wochenende miteinander zu verbringen. Manchmal verschlägt es die Gruppen etwas weiter weg, zum Beispiel zu einem Hochseilpark im Bayerischen Wald oder an die Nordsee.
Sich selbst versorgen und die unterschiedlichsten Spiele und Aktionen schweißen die Gruppe zusammen.

Und das ist unter anderem auch der Reiz einer Gruppenstunde und allem was dazu gehört.
Die Kinder und Jugendlichen bekommen die Möglichkeit sich mit anderen auseinanderzusetzen, zu diskutieren und abzustimmen, sie gehen aufeinander zu lösen Probleme des Alltags, erholen sich aber auch von diesem, und sie erleben Geselligkeit, Rücksichtnahme und Freundschaft.
Eine solche vielfältige Gestaltung der Freizeit außerhalb der Schule und des Elternhauses und vor allem die Begegnung mit Gleichaltrigen machen Gruppenstunden zu etwas Besonderem.

– Verena Helbig